Die Idee des Titels Wallewalz ist aus verschiedenen Diskussionen in meinen Kursen entstanden:
Da ist die Idee der Walz, die ich bereits in einem früheren Kursprogramm aufgegriffen habe. Der Handwerker, der auf die Walz geht und somit aus seinem gewohnten Umfeld ausbricht. Er zieht in die Fremde.
Ich mag dieses Bild.
Auch in meiner Arbeit geht es darum, aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen und sich in unbekannten Welten neu zu orientieren.
Das Walle der Walz ist für die Frauen, die mich bereits kennen, ein Hinweis auf spirituelle Themen, die mich beschäftigen.
Ich habe mich in meinen Kursen immer wieder dazu geäussert, wie mühsam ich es finde, wenn Frauen bei Spiritualität luftig und wolkig werden, was ich eben „wallig“ nenne.

Für mich ist Spiritualität ein grundlegender Bestandteil meines Lebens und sie ist konkret, greifbar und lebendig.
The artist prays by creating – sagt Flannery O’Connor.
Dieser Satz bringt es für mich auf den Punkt.
Am Anfang war das Wort. (Joh 1,1)
Und wir geben diesem Wort Form.
Wir holen das Walle mithilfe unserer Hände auf die Erde.
Wir suchen das Geistige in der Materie.
Oder die Materie im Geistigen.
Am Anfang war die Tat. – sagt Goethes Faust.
Daraufhin schliesst er einen Pakt mit Mephisto…
Wir gehen also gemeinsam auf Wanderschaft und erkunden die Welt der Maske.
Was wird sichtbar von uns, wenn wir uns nicht mehr hinter unseren herkömmlichen Ausdrucksweisen verstecken können?
Denn ja, die Maske verbirgt uns einerseits, doch sie entblösst uns ebenso.
Was erzählen Körper, Haltung und Gestik?
Wie ist der Rhythmus einer Maske, wenn sie nicht einfach drauflos plappern kann?
Wer bin ich unter der Maske?

Manchmal müssen wir unser Gesicht verlieren, um Präsenz zu erlangen.
Wenn wir leer werden von uns selbst, also von unserer sozialen Rolle und unserem Selbstbild, mit denen wir uns allzu oft identifizieren, dann entsteht ein anderer Raum der Begegnung.
Mit uns.
Und mit unserer Umwelt.

Die Maske braucht das Publikum.
Was sieht der Andere?
Was versteht mein Gegenüber, wenn ich nichts erklären kann?
Die Maske fordert uns zu einem inneren Zwiegespräch heraus, denn wir sind wir selbst und geben zugleich unseren Körper an eine fremde Identität weiter, damit diese sich verkörpern kann. Ohne unseren Körper und unsere Bewegung wird die Maske nicht lebendig.
Struktur
Dieser Kurs geht über 6 Monate und beinhaltet neben der Online-Arbeit auch eine Woche Fleischlebenarbeit bei uns hier in Frankreich.
Zoomarbeit
Online finden regelmässige Zoomtreffen statt, die 3 Zeitstunden dauern und in denen je 3 Frauen in die Einzelarbeit mit mir gehen. Die Gruppe ist dabei präsent und bezeugt die Arbeit.
Manchmal beziehe ich die Gruppe mit ein. Je nach Situation.
Die Gruppe ist auf maximal 12 Frauen begrenzt.
Bei 12 Frauen finden also monatlich 4 Zoomtreffen statt, in denen je 3 Frauen ihre Einzelarbeit haben. Das bedeutet, jede Frau hat ungefähr eine Stunde Einzelarbeit im Monat.
Bei 12 Frauen bedeutet dies Zugriff auf insgesamt 72 Zoomstunden in 6 Monaten.
Bezeugen
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Haltung des Bezeugens.
Es geht in keinem Fall darum, das Gegenüber mit Ratschlägen niederzustrecken, sondern darum, aufmerksam und präsent zu sein, zu sehen und zu hören, und dann eventuell mitzuteilen, was das Bezeugte in uns selbst auslöst.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass wir oftmals weit mehr lernen, wenn wir selbst nicht aktiv dran sind, sondern eben bezeugen.
Es ist ein bisschen wie bei der Bühnenarbeit.
Wir sitzen entspannt im Publikum und haben den freien Raum des Erlebens.
Auf der Bühne hingegen sind wir beispielsweise mit unserem Lampenfieber beschäftigt und natürlich mit unserer Darstellung.
Begleitung zwischen den Treffen
Über die gesamte Zeitspanne des Kurses begleite ich die Frauen in einer geheimen FB-Gruppe. Hier können sie sich austauschen und ihre Werke teilen.
Werken
Einerseits können die Frauen zu den Themen werken, die im Zoom besprochen werden, oder auch das Verwerken, was sie gerade beschäftigt.
Diesbezüglich gebe ich keine technischen Anleitungen mehr, wie ihr das aus meinen vergangenen Kursen kennt. Hier braucht ihr also Selbstständigkeit.
Allerdings gebe ich jeden Monat ein kollektives Werkthema vor, das uns auf die gemeinsame Walzwoche in Frankreich vorbereiten soll.
Hier werde ich Anleitung und Inspiration geben.

Walzwoche in Frankreich
Die Präsenzwoche steht unter dem Thema Maske.
Wir werden sowohl konkret Masken bauen als auch Bühnenarbeit mit Masken machen.
Dazu machen wir täglich Körper- und Bewegungsarbeit, Improvisationsübungen und recherchieren, wie sich Gefühle ausdrücken lassen, wenn Gesicht, Mimik und Worte nicht zur Verfügung stehen.
Wir werden kurze Szenen erarbeiten, einzeln oder zu zweit.
In meinen Präsenzkursen gibt es eine Kleiderordnung.
Ich bitte um schwarze und bequeme Kleidung.
Wir arbeiten teilweise an kleinen präzisen Dingen und ich möchte unseren Arbeitsraum optisch ruhig halten. Bunte Klamotten, Streifen, Markenembleme, Schmuck und Schminke lenken ab. Ich möchte die Aufmerksamkeit auf den Menschen und unsere Arbeit legen und nicht auf Klamotten und co.
Aus Erfahrung weiss ich, dass schwarze Kleidung für manche Menschen ein Problemthema ist. Ich werde das Thema nicht ausdiskutieren.
Wen diese Vorgabe stört:
einfach nicht anmelden.

Kost
Gemeinsames Essen gehört zu diesen Tagen dazu. Mein Mann (gelernter Koch) sorgt für unser leibliches Wohl und kocht frisch und vegetarisch.
Während der 6 Arbeitstage gibt es jeden Mittag ein 3-gängiges Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert.
Kaffee, Kuchen und Getränke stehen immer bereit.
Zudem spreche ich mit der Gruppe ab, ob sie lieber ein Abschlussmahl am Freitagabend wünscht oder ein Frühstücksbuffet am Samstagmorgen vor der Abreise.
Bei Lebensmittelunverträglichkeiten bitte vorher Bescheid geben, damit ich das mit meinem Mann durchsprechen kann.
Wir haben in all den Jahren Kursarbeit viel Missbrauch erlebt, was Lebensmittelunverträglichkeiten angeht. Also viele Sonderwünsche, die sich je nach Dessert plötzlich in Luft auflösten.
Ich bin da inzwischen streng.
Wir kommen euch diesbezüglich natürlich entgegen, ich werde es aber berechnen. Deswegen müssen wir das Thema vorab durchsprechen, damit mein Mann den zusätzlichen Aufwand abschätzen kann.
Danke für euer Verständnis.



Kursgebühr und Ratenzahlungen
Die Wallewalz kostet 1990 €.
1690 € sind Kursgebühr, also mein Honorar.
300€ sind für Kost und Material und werden bar vor Ort abgerechnet.
Einmalzahlung von 1690 €.
Bei Ratenzahlung berechne ich eine Gebühr:
3 Raten zu 580 € (1740 € insgesamt)
oder
4 Raten zu 440 € (1760 € insgesamt)
oder
6 Raten zu 300 € (1800 € insgesamt)
Bitte gib bei der Anmeldung an, welche Zahlungsform du wählst.
Notiz zu meinen Preisen:
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