Kursstart März 2027
Präsenzwoche in Frankreich
vom 7.8. bis zum 14.8.
Es gibt noch freie Plätze!
Die Idee des Titels Wallewalz ist aus verschiedenen Diskussionen in meinen Kursen entstanden:
Da ist die Idee der Walz, die ich bereits in einem früheren Kursprogramm aufgegriffen habe. Der Handwerker, der auf die Walz geht und somit aus seinem gewohnten Umfeld ausbricht. Er zieht in die Fremde.
Ich mag dieses Bild.
Auch in meiner Arbeit geht es darum, aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen und sich in unbekannten Welten neu zu orientieren.
Das Walle der Walz ist für die Frauen, die mich bereits kennen, ein Hinweis auf spirituelle Themen, die mich beschäftigen.
Ich habe mich in meinen Kursen immer wieder dazu geäussert, wie mühsam ich es finde, wenn Frauen bei Spiritualität luftig und wolkig werden, was ich eben „wallig“ nenne.

Für mich ist Spiritualität ein grundlegender Bestandteil meines Lebens und sie ist konkret, greifbar und lebendig.
The artist prays by creating – sagt Flannery O’Connor.
Dieser Satz bringt es für mich auf den Punkt.
Am Anfang war das Wort. (Joh 1,1)
Und wir geben diesem Wort Form.
Wir holen das Walle mithilfe unserer Hände auf die Erde.
Wir suchen das Geistige in der Materie.
Oder die Materie im Geistigen.
Am Anfang war die Tat. – sagt Goethes Faust.
Daraufhin schliesst er einen Pakt mit Mephisto…
Wir gehen also gemeinsam auf Wanderschaft und erkunden die Welt der Maske.
Was verbirgt die Maske und was entblösst sie?
Wer bin ich unter der Maske?
Was von uns bleibt, wenn das, woran wir uns selbst erkennen, nicht mehr zur Verfügung steht?
Was erzählen Körper, Haltung und Gestik?
Wie ist der Rhythmus einer Maske, wenn sie nicht einfach drauflos plappern kann?

Manchmal müssen wir unser Gesicht verlieren, um Präsenz zu erlangen.
Wenn wir leer werden von uns selbst, also von unserer sozialen Rolle und unserem Selbstbild, mit denen wir uns allzu oft identifizieren, dann entsteht ein anderer Raum der Begegnung.
Mit uns.
Und mit unserer Umwelt.

Die Maske braucht das Publikum.
Was sieht der Andere?
Was versteht mein Gegenüber, wenn ich nichts erklären kann?
Die Maske fordert uns zu einem inneren Zwiegespräch heraus, denn wir sind wir selbst und geben zugleich unseren Körper an eine fremde Identität weiter, damit diese sich verkörpern kann. Ohne unseren Körper und unsere Bewegung wird die Maske nicht lebendig.
In der Präsenzwoche geben wir der Maske eine konkrete Form.
Online nähern wir uns dem Gesicht und dem, was darin erscheint, sich entzieht und verwandelt. Dabei geht es mir um einen Raum der Auseinandersetzung mit Gesicht, Körper, Form und Verwandlung.
In den 6 Monaten bewegen wir uns durch folgende 6 Themen: Erscheinung — Fremdheit — Vielheit — Verborgenheit — Entäusserung — Rückkehr.
Durch alle sechs Themen hindurch begleitet uns der Christusblick – ein Blick, der im Fremden, Verborgenen und Verwandelten den Menschen und seine unverwechselbare Gestalt sucht.
Dabei begegnen uns Werke und Arbeitsweisen von Picasso, Egon Schiele, Ana Mendieta, Louise Bourgeois, Simone Weil, Claude Cahun, Franz Kafka und Bertolt Brecht.
In der Präsenzwoche inspirieren uns Pina Bausch und Marina Abramović.
Struktur
Dieser Kurs geht über 6 Monate und beinhaltet neben der Online-Arbeit auch eine Woche Fleischlebenarbeit bei uns hier in Frankreich.
Die Präsenzwoche findet nach dem 5. Onlinemodul statt.
Zoomarbeit
Online finden regelmässige Zoomtreffen statt, die 3 Zeitstunden dauern und in denen je 3 Frauen in die Einzelarbeit mit mir gehen. Die Gruppe ist dabei präsent und bezeugt die Arbeit.
Manchmal beziehe ich die Gruppe mit ein. Je nach Situation.
Die Gruppe ist auf maximal 9 Frauen begrenzt.
Bei 9 Frauen finden also monatlich 3 Zoomtreffen statt, in denen je 3 Frauen ihre Einzelarbeit haben. Das bedeutet, jede Frau hat ungefähr eine Stunde Einzelarbeit im Monat.
Bei 9 Frauen bedeutet dies Zugriff auf insgesamt 54 Zoomstunden in 6 Monaten.
Die Zoomtermine werden in der FB-Gruppe festgelegt. Ich schlage mehrere Termine vor und die Frauen klicken ihre Disponibilitäten an. Daraus erstelle ich den Zoomplan.
Bezeugen
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Haltung des Bezeugens.
Es geht in keinem Fall darum, das Gegenüber mit Ratschlägen niederzustrecken, sondern darum, aufmerksam und präsent zu sein, zu sehen und zu hören, und dann eventuell mitzuteilen, was das Bezeugte in uns selbst auslöst.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass wir oftmals weit mehr lernen, wenn wir selbst nicht aktiv dran sind, sondern eben bezeugen.
Es ist ein bisschen wie bei der Bühnenarbeit.
Wir sitzen entspannt im Publikum und haben den freien Raum des Erlebens.
Auf der Bühne hingegen sind wir beispielsweise mit unserem Lampenfieber beschäftigt und natürlich mit unserer Darstellung.
Begleitung zwischen den Treffen
Über die gesamte Zeitspanne des Kurses begleite ich die Frauen in einer geheimen FB-Gruppe.
Werken

Ich werde jeden Monat ein Arbeitsmodul zur Verfügung stellen, das sich mit Gesicht und Maske im weitesten Sinne auseinandersetzt.
Dabei geht es mir wie immer um eine Annäherung mittels Werk. Denken, Wahrnehmen, Körper und Materie greifen ineinander.
Walzwoche in Frankreich
Die Präsenzwoche steht unter dem Thema Maske.
Wir werden sowohl konkret Masken bauen als auch Bühnenarbeit mit Masken machen.
Dazu machen wir täglich Körper- und Bewegungsarbeit, Improvisationsübungen und recherchieren, wie sich Gefühle ausdrücken lassen, wenn Gesicht, Mimik und Worte nicht zur Verfügung stehen.
Wir werden kurze Szenen erarbeiten, einzeln oder zu zweit.
In meinen Präsenzkursen gibt es eine Kleiderordnung.
Ich bitte um schwarze und bequeme Kleidung.
Wir arbeiten teilweise an kleinen präzisen Dingen und ich möchte unseren Arbeitsraum optisch ruhig halten. Bunte Klamotten, Streifen, Markenembleme, Schmuck und Schminke lenken ab. Ich möchte die Aufmerksamkeit auf den Menschen und unsere Arbeit legen und nicht auf Klamotten und co.
Aus Erfahrung weiss ich, dass schwarze Kleidung für manche Menschen ein Problemthema ist. Ich werde das Thema nicht ausdiskutieren.
Wen diese Vorgabe stört:
einfach nicht anmelden.

Kost
Gemeinsames Essen gehört zu diesen Tagen dazu. Mein Mann (gelernter Koch) sorgt für unser leibliches Wohl und kocht frisch und vegetarisch.
Während der 6 Arbeitstage gibt es jeden Mittag ein 3-gängiges Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert.
Kaffee, Kuchen und Getränke stehen immer bereit.
Zudem spreche ich mit der Gruppe ab, ob sie lieber ein Abschlussmahl am Freitagabend wünscht oder ein Frühstücksbuffet am Samstagmorgen vor der Abreise.
Bei Lebensmittelunverträglichkeiten bitte vorher Bescheid geben, damit ich das mit meinem Mann durchsprechen kann.
Wir haben in all den Jahren Kursarbeit viel Missbrauch erlebt, was Lebensmittelunverträglichkeiten angeht. Also viele Sonderwünsche, die sich je nach Dessert plötzlich in Luft auflösten.
Ich bin da inzwischen streng.
Wir kommen euch diesbezüglich natürlich entgegen, ich werde es aber berechnen. Deswegen müssen wir das Thema vorab durchsprechen, damit mein Mann den zusätzlichen Aufwand abschätzen kann.
Danke für euer Verständnis.



Kursgebühr und Ratenzahlungen
Die Wallewalz kostet 2090 €.
1790 € sind Kursgebühr, also mein Honorar.
300€ sind für Kost und Material und werden bar vor Ort abgerechnet.
Einmalzahlung von 1790 €.
Bei Ratenzahlung berechne ich eine Gebühr:
3 Raten zu 615 € (1845 € insgesamt)
oder
4 Raten zu 470 € (1880 € insgesamt)
oder
6 Raten zu 320 € (1920 € insgesamt)
Bitte gib bei der Anmeldung an, welche Zahlungsform du wählst.
Anmeldung unter
mimi@im-aufbruch.com
Mit der Anmeldung gelten die AGB/CGV. (hier klicken)
Bei Online-Anmeldung besteht das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht.

