Kursstart am 1. Januar 2027.
Bei Anmeldungen bis zum 31.10.2026 gibt es 100€ Rabatt.
Schwellengänge — Spielräume — Freiheit
Wir geben und nehmen.
Wir greifen zu und entziehen uns.
Wir sind anwesend und abwesend.
Wir stellen uns zur Verfügung und suchen unsere Freiheit.
In diesen Bewegungen gestalten wir unser Leben, unsere Beziehungen und unser Verhältnis zur Welt.
Zwischen ihnen liegen Schwellen.
Manche überschreiten wir täglich, ohne es zu bemerken. Vor anderen bleiben wir stehen. Manche locken uns, andere schrecken uns ab.
Nicht jede Schwelle muss überschritten werden. Aber jede kann untersucht werden.
Das Weibergemach öffnet einen Raum für diese Untersuchung.
Der Spielraum

Was geschieht, wenn wir das Vertraute aus seinem gewohnten Zusammenhang lösen? Wenn wir eine andere Perspektive einnehmen, etwas auf die Bühne bringen, sichtbar machen oder verschwinden lassen?
Im künstlerischen Spiel können wir Möglichkeiten erproben, Grenzen verschieben, Verhältnisse verändern.
Ein Gegenstand wird zum Zeichen. Eine Geste zur Handlung. Ein Schweigen bekommt eine Stimme.
Was eben noch selbstverständlich war, erscheint plötzlich fremd.
Im Leben hat eine Handlung Folgen.
Im Werk können wir ihre Möglichkeiten untersuchen.
Wir können einen Abschied gestalten, ohne jemanden zu verlassen. Eine Grenze sichtbar machen, ohne sie zu überschreiten. Einen Konflikt auf die Bühne bringen, ohne ihn lösen zu müssen.
Der Spielraum eröffnet Freiheit.
Wir können Erfahrungen modellieren, mit Möglichkeiten experimentieren und unbekannte Wege austesten, ohne sie unmittelbar in unserem Leben verwirklichen zu müssen.

Le Cri / Der Schrei
Wir beginnen mit einer Lesung von Le Cri / Der Schrei. Ein Theatermonolog, den ich 2006 geschrieben habe, in dem Sprechen und Schweigen, Nähe und Entfernung, Zugriff und Entzug aufeinandertreffen.
Le Cri eröffnet unseren gemeinsamen Schwellengang.
Das Stück zeigt, wie menschliche Erfahrungen zum Stoff eines künstlerischen Werkes werden können.
Von hier aus beginnt die eigene Forschung.
Vier Bewegungen – vier Schwellengänge
Geben und Nehmen
Was geben wir? Was nehmen wir? Was verlieren wir? Was entsteht erst durch den Austausch?
Zugriff und Entzug
Was wollen wir erreichen, begreifen oder festhalten? Was entzieht sich uns? Wann wird ein Entzug zur schöpferischen Handlung?
Anwesenheit und Abwesenheit
Was bewirken wir durch unsere Gegenwart? Welche Spuren hinterlassen wir? Wie kann das Abwesende wirksam werden?
Verfügbarkeit und Freiheit
Wem und was stehen wir zur Verfügung? Welche Bindungen gehen wir ein? Wo beginnt unsere Freiheit, und welche Möglichkeiten eröffnet sie?
Das Werk
Es eröffnet Möglichkeiten, unsere Themen zu untersuchen. Die Werkaufträge sind Einladungen zum Experimentieren, aber keine Verpflichtungen.
Jede Frau entscheidet selbst, ob und wie sie sich darauf einlässt. Auch das Gespräch, das Nachdenken und das Beobachten sind Wege der Auseinandersetzung.

Die künstlerische Ausdrucksform ist frei.
Theater, Performance, Tanz, Bewegung, Modellieren, Collagieren, Malerei, Fotografie, Schreiben, Gesang – jede Teilnehmerin entscheidet, welche Mittel sie für ihre Untersuchung wählt.
Die Werkaufträge eröffnen Spielräume.
Sie geben Anstösse, ohne Ergebnisse vorzuschreiben.
Wir machen das Werk .
Und das Werk macht uns.

Was wir gestalten, wirkt auf uns zurück.
Es kann uns überraschen, herausfordern, unseren Blick verändern. Manchmal zeigt uns das Werk etwas, das wir vorher nicht erkennen konnten.
Aber das Werk entscheidet nicht für uns.
Was wir aus dieser Erfahrung in unser Leben mitnehmen, bleibt unsere Wahl.
Das Werk muss keine Antwort geben. Es darf eine Frage offenlassen, ihr widersprechen oder eine neue hervorbringen.
Struktur
Dieser Kurs geht über 4 Monate und findet ausschliesslich online statt.
Wir treffen uns in einer geheimen Facebook-Gruppe, wo die jeweiligen Werke und Arbeitsprozesse geteilt werden und treffen uns regelmässig auf zoom.
Jeden Monat öffne ich den Zugang zu einem Modul über die jeweilige Schwellenbewegung.
Zum Weibergemach gehört auch der Zugang zum Weibershabbat.
Der Weibershabbat ist ein eigenständiger Begegnungsraum, der über den Kurs hinausreicht. Ein Schwellengang, in dem wir aus den gewohnten Zusammenhängen heraustreten und einander begegnen.
Zoomarbeit
Online finden regelmässige Zoomtreffen statt, die 3 Zeitstunden dauern und in denen je 3 Frauen in die Einzelarbeit mit mir gehen. Die Gruppe ist dabei präsent und bezeugt die Arbeit. Manchmal beziehe ich die Gruppe mit ein. Je nach Situation.
In diesen Zoom kann alles zum Thema werden. Sowohl die künstlerische als auch die menschliche Auseinandersetzung mit den Schwellenbewegungen oder auch andere Themen, die gerade in den Frauen präsent sind.
Auch die Form steht der Frau frei. Wir können ins Gespräch gehen oder in konkrete Körper- oder Bühnenarbeit. Wir arbeiten mit dem, was gegenwärtig ist.
Die Gruppe ist auf maximal 12 Teilnehmerinnen begrenzt.
Jede Frau hat in diesen 4 Monaten dreimal Einzelarbeit mit mir (im Beisein der Gruppe).
Die Anzahl der Zoomtreffen hängt von der Anzahl der Anmeldungen ab.
Bei 6 TN sind es insgesamt 18 Stunden Zoom, verteilt auf 6 Treffen.
Bei 9 TN sind es 27 Stunden, verteilt auf 9 Treffen.
Bei 12 TN sind es 36 Stunden verteilt auf 12 Treffen.
Die Zoomtermine werden in der FB-Gruppe festgelegt. Ich schlage mehrere Termine vor und die Frauen klicken ihre Disponibilitäten an. Daraus erstelle ich den Zoomplan.
Die Zoomtreffen werden aufgezeichnet und können eine Woche lang nachgesehen werden. Danach lösche ich sie.
Bezeugen
Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die Haltung des Bezeugens.
Es geht in keinem Fall darum, das Gegenüber mit Ratschlägen niederzustrecken, sondern darum, aufmerksam und präsent zu sein, zu sehen und zu hören, und dann eventuell mitzuteilen, was das Bezeugte in uns selbst auslöst.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass wir oftmals weit mehr lernen, wenn wir selbst nicht aktiv dran sind, sondern eben bezeugen.
Weibershabbat

Am ersten Freitag des Monats findet der Weibershabbat auf Zoom statt.
Ich leite eine kleine Zeremonie mit aramäischen Gebeten an und rede dann über ein spirituelles Thema. Das dauert ungefähr 1 Stunde.
Der Weibershabbat steht auch Frauen ausserhalb des Kurses offen. Für die Teilnehmerinnen des Weibergemachs ist der Zugang enthalten und freiwillig.
Kursgebühr und Ratenzahlungen
Der Kurs kostet 990 €.
Bei Ratenzahlung berechne ich eine Gebühr:
3 Raten zu 340 € (1020 € insgesamt)
oder
4 Raten zu 260 € (1040 € insgesamt)
Bitte gib bei der Anmeldung an, welche Zahlungsform du wählst.
Kursbeginn
Das Weibergemach startet mit dem Weibershabbat am Freitag, dem 1. Januar 2027. Ich finde, das ist ein schöner gemeinsamer Einstieg ins neue Jahr.
Ich werde jedoch die geheime FB-Gruppe bereits Mitte Dezember 2026 öffnen, damit wir gemeinsam unsere Zoomtermine für Januar aufeinander abstimmen können.
Anmeldung unter
mimi@im-aufbruch.com
Mit der Anmeldung gelten die AGB/CGV. (hier klicken)
Bei Online-Anmeldung besteht das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht.

